Tuesday, December 5, 2023

Ein Held meiner Jugend

 

 

Der Krieg ist seit wenigen Jahren vorbei. Heinz Helfgen ist aus der amerikanischen Gefangenschaft heimgekehrt. In den Ruinen Westdeutschlands findet der Kriegsberichterstatter aber keinen Platz mehr.

"Ich radle um die Welt", denkt sich der Familienvater 1951 auf dem Arbeitsamt. Mit 3,80 DM in der Hosentasche startet er in Düsseldorf – die ganze Welt, rechtsrum. Der Gedanke wird zum Buchtitel. Und die nächsten zweieinhalb Jahre fährt Helfgen tatsächlich von Abenteuer zu Abenteuer.

In zwei Bänden ist "Ich radle um die Welt" von Heinz Helfgen ursprünglich in 1954 erschienen und als Junge habe ich es mehrere Male gelesen.

Vielleicht gab mir das Lesen dieses Buches mein späteres Fernweh denn auch ich "raste um die Welt". Das Buch habe ich mir von Deutschland schicken lassen und es hat jetzt einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek.

 

Monday, December 4, 2023

If you find yourself in a hole, stop digging

 

 

The nice people at the GRASS ROOTS Magazine have helped to track down for me a "grassified" advertisement which almost changed my life all those many years ago in 1985 when I had just come back from my last overseas assignment in Greece.

There I was, tucked away in a tiny flat in McMahons Point, working twice as hard (which I didn't mind!) but earning only half as much (which I did mind!) of what I used to earn in Greece when looking after a fleet of ships carrying commodities to Saudi Arabia. Living just around the corner from the Sydney Harbour Bridge made it even more tempting to want to jump off it! But what was the alternative? An alternative lifestyle?

Then I picked up a GRASS ROOTS Magazine at the local newsagency and in it found a "grassified" advertisement by Two Waters Farm. It pressed all the right buttons: get away from it all, live a simpler life, new friends ...

 

 

Unlike the advertisement above which appeared (again) some months later, the one I read (and which GRASS ROOTS' friendly Emma Jameison may still locate) sounded even more evocative and was signed off by a Uta Langer to whom I wrote and who replied and who shortly afterwards stood on my doorstep, having hitchhiked from Tabulam to Lismore from where she had taken the train to Sydney to renew her passport at the German Consulate. Between one (former) German and another, we hit it off well and the thought grew stronger to get away from it all to Two Waters Farm.

Of course, those were the days before the internet and the only way to check it out was to go there. What delayed my reconnaissance long enough was her warning that this was serious 4-wheel-drive country and I would not be able to drive all the way to it in my then NISSAN Stanza. I have since found these YouTube clips which show just how remote it is:

 

Driving towards Two Waters Farm


Driving away from Two Waters Farm
A Derek Crawford uploaded these clips on YouTube
The (then?) owner of the property lives (lived?) here and here
which at one time - before or after this video? - was advertised for sale here


Driving out of Two Waters Farm for the last time

 

As I wrote, it delayed me long enough for something else to turn up - see here - because, as the saying goes, "Life is what happens while you’re busy making other plans". Perhaps, more to the point, I should've remembered the first rule of holes, "If you find yourself in a hole, stop digging!" Luckily, and totally by chance, I stopped digging just in time.

 

Sunday, December 3, 2023

"Im Grunde genommen war es eigentlich Scheiße!"

 

Vor achtzehn Jahren starb meine zweitältste Schwester Bärbel, gerade 65 Jahre alt. In ihrem letzten Brief, geschrieben für sie bei ihrem Pfleger Marc Dörner, ermahnte sie mich "Ich denke an dich, vergiss mich nicht." Hab' ich auch nicht!

Ihr Pfleger schickte mir diesen Brief zusammen mit seiner eigenen Erkärung: "Sehr geehrter Herr Goermann, ihre Schwester bat mich den Brief den wir zusammen verfasst haben, erst nach ihrem Tod abzuschicken. In den letzten Wochen die sie bei uns war konnte sie sich leider nicht mehr adäquad ausdrücken. Ich habe viel mit ihrer Schwester über ihr Leben und auch über den Tod gesprochen, und ich hoffe das ich ihr ein wenig ihre große Angst vor dem Tod nehmen konnte. Ich habe ihr unzählige Male ihren Brief den sie etwa in November bekam vorgelesen, und wir haben die Augen geschlossen und uns vorgestellt nach Australien zu Reisen und bei ihnen zu sein, das hat ihrer Schwester sehr gefallen. Auch kurz vor ihrem Tod betreute ich ihre Schwester. Sie konnte nicht mehr sprechen dennoch hörte sie mit Aufmerksamkeit zu und drückte meine Hand, was mir die Gewissheit gab das sie genau versteht. Ich mochte ihre Schwester sehr, ihre Offenheit und direkte Art und auch oft ihre heitere Laune. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau alles Gute und grüße Sie ganz herzlichst aus Berlin. Marc Dörner"

Meine Schwester war fünf Jahre älter als ich, und hatte vielleicht noch mehr an der Scheidung unserer Eltern gelitten als ich. Vielleicht war es deshalb daß sie schrieb "Rückblickend hatte ich kein gutes Leben, im Grunde genommen war es eigentlich Scheiße!" Man gab ihr Medikamente die sie in einen Schlaf versetzte aus dem sie nicht mehr erwachte.

Sie und meine andere ältere Schwester und mein älterer Bruder blieben alle in Deutschland hängen, während ich das Glück hatte mir weit weg vom Elend des Elternhauses in Australien ein neues Leben aufzubauen.

Ich weiß jetzt schon was am Ende meine letzten Worte sein werden: "Rückblickend, abgesehen von den sehr schweren Anfängen und den sehr vielen Problemen und der Ehescheidung von meiner wunderbaren birmesischen Frau die ich noch bis heute vermisse, im Grunde genommen war mein Leben eigentlich toll!" --- in English, of course!