Sunday, August 14, 2022

The salt of the earth

 

John and Elizabeth at their wedding in 1965

 

After my return to Australia in 1985, I tried to settle back into beachside suburbia at Cape Pallarenda just north of Townsville but the old magic of just walking back in and picking up from where I had left off had deserted me.

I eventually landed a job large enough for my ambitions in far-away Sydney, but not before I had made friends with two Townsville locals, Elizabeth and John, who at the time were the heart and soul of the budding German Club. I spent many happy hours at their crowded home in Railway Estate, with Elizabeth trying to encourage me to stay in town because, as she put it, "something always turns up".

Which was pretty much how she viewed the world because for her something - or someone - always turned up, just as twenty years earlier a young migrant from Austria on a round-Australia-trip had ridden his motorbike into Home Hill, a small place a hundred kilometres south of Townsville, and swept her off her feet. Not that everything went exactly to plan because, as she once wistfully remarked, "I married a migrant in the hope of seeing the world and got as far as Townsville".

 

Populate or perish: the Gamauf family sometime in the early 80s

 

That migrant was her husband John who'd come out, just like me but eight years earlier and slightly older, as an 'assisted migrant' from his native Salzburg aboard the TOSCANA. Whether six children had been part of his plan is unknown but it certainly fitted in with Immigration Minister Arthur Calwell's post-WWII rallying cry of 'populate or perish'.

I stayed in touch with Elizabeth and John, and briefly enjoyed their Austro-Australian hospitality again during a short visit in 1999, but, sadly, they have both since passed away, Elizabeth far too soon, aged 57, on 14 August 2004, and John on 16 September 2015, aged 79.

Thanks to them and their six children and many more grandchildren, Australia is not likely to perish, and nor am I likely to forget them. They were the salt of the earth with hearts of gold. May they rest in peace!

 

Thursday, August 11, 2022

An meinen besten Freund Noel

 

 

Lass nun ruhig los das Ruder
Dein Schiff kennt den Kurs allein
Du bist sicher Schlafes Bruder
Wird ein guter Lotse sein

Lass nun Zirkel, Log und Lot
Getrost aus den müden Händen
Aller Kummer, alle Not
Alle Schmerzen enden

Es ist tröstlich einzusehen
Dass nach der bemessenen Frist
Abschiednehmen und Vergehen
Auch ein Teil des Lebens ist

Und der Wind wird weiter wehen
Und es dreht der Kreis des Lebens
Und das Gras wird neu entstehen
Und nichts ist vergebens

Es kommt nicht der grimme Schnitter
Es kommt nicht ein Feind
Es kommt, scheint sein Kelch auch bitter
Ein Freund der's gut mit uns meint

Heimkehren in den guten Hafen
Über spiegelglattes Meer
Nicht mehr kämpfen, ruhig schlafen
Nun ist Frieden ringsumher

Und das Dunkel weicht dem Licht
Mag es noch so finster scheinen
Nein, hadern dürfen wir nicht
Doch wir dürfen weinen

 

 

Saturday, August 6, 2022

Die deutsche Karen Blixen

 

www.archive.org

 

Karen Blixens Buch "Out of Africa" wurde berühmt und der folgende Film machte es noch berühmter. Leider ist fast gar nichts mehr bekannt über Margarethe von Eckenbrecher und ihrem Buch "Was Afrika mir gab und nahm: Erlebnisse einer deutschen Ansiedlerfrau in Südwestafrica", welches schon dreißig Jahre vor Karen Blixens Buch in 1907 erschien.

Margarethe von Eckenbrecher (geb. Hopfer) war mit Heinrich Themistokles II. von Eckenbrecher (1876-1935) verheiratet, der als Angehöriger der Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika Anspruch auf den Kauf von Farmland hatte. Das Ehepaar baute 1902 die Farm Okombahe auf; ihr erster Sohn wurde dort kurz nach der Ankunft geboren. Nach dem Herero-Aufstand kehrten beide 1904 zurück nach Deutschland. 1909 versuchten von Eckenbrechers vergeblich einen Neuanfang in Deutsch-Ostafrika.

Margarethe von Eckenbrecher arbeitete in Deutschland kurze Zeit als Lehrerin, trennte sich von ihrem Mann und kehrt 1914 allein mit zwei Söhnen zurück ins südliche Afrika. Die Eroberung der deutschen Kolonie durch Südafrika 1915, die anschließende Militärverwaltung und das Völkerbundmandat erlebte sie in Windhuk mit. Margarethe von Eckenbrecher arbeitete in Windhuk bis 1935 als Lehrerin.

1907 erschien die erste Auflage ihrer Erinnerungen "Was Afrika mir gab und nahm - Erlebnisse einer deutschen Ansiedlerfrau in Südwestafrika". Das Buch beschreibt u. a. ihre Zeit zwischen 1902 und 1904 und gilt heute als beispielhaftes biografisches Dokument für die Rolle deutscher Frauen während des Kolonialismus. Die überarbeitete 8. Auflage von 1940 ist um fast 100 Seiten erweitert und nicht mehr in Fraktur gedruckt. Bei Nabu Press erschien ein Reprint, vermutlich der älteren, kürzeren Auflage.

Die Autorin schildert u. a. den Aufbau des Farmhauses mit einfachsten Mitteln und äußert sich ausführlich über das Zusammenleben mit verschiedenen schwarzen Völkern, den Ovambo, Herero, Nama, Damara und den Buschleuten. Besonders interessiert daran war von Eckenbrecher, ob und welche religiösen Werte in diesen afrikanischen Kulturen vermittelt werden. Gegenüber der christlichen Missionierung Afrikas vertritt sie aufgrund ihrer Einschätzung der Kulturen einen skeptischen Standpunkt. Neben der Schilderung ihres ungewöhnlichen Lebensweges, der sich vom Leben der Farmerfrauen stark unterschied, berichtet die Autorin u. a. über den Ausbruch der spanischen Grippe im südlichen Afrika im Jahr 1918.

Es ist schade daß dieses historisch wichtige Buch nicht besser bekannt ist.